Die meisten Websites verwenden noch JPG- und PNG-Bilder. Diese Formate stammen aus den 90er- und 2000er-Jahren und funktionieren gut, sind technisch aber veraltet. WebP und AVIF sind die modernen Nachfolger.
Der große Vorteil: Für das menschliche Auge sehen sie identisch aus, sind aber 40 bis 70 % kleiner. Ein Foto mit 800 KB kann plötzlich nur noch 250 KB groß sein, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
Warum spielt das eine Rolle?
Kleinere Dateien = schnellere Ladezeit. Und die Ladezeit ist für Google ein direkter Rankingfaktor. Websites, die von 5 auf 2 Sekunden Ladezeit kommen, sehen oft innerhalb weniger Wochen spürbar bessere Rankings.
Außerdem: Menschen, die mobil mit schlechter 4G-Verbindung surfen, springen schneller ab, wenn Ihre Website langsam lädt. Jede Sekunde zusätzlicher Ladezeit kostet etwa 7 % Conversion. Bei 100 Besuchern pro Tag sind das 7 verlorene potenzielle Kunden pro Tag, nur wegen langsamer Bilder.
Funktioniert das überall?
WebP wird seit 2020 von allen Browsern unterstützt (Chrome, Firefox, Safari, Edge). AVIF ist noch neuer, wird inzwischen aber von fast allen Browsern unterstützt. Für den seltenen Besucher mit veraltetem Browser wird automatisch auf das ursprüngliche JPG/PNG zurückgegriffen.
Wie aktivieren Sie es?
Es gibt zwei Wege:
- Automatisch über Ihren Hoster oder Ihr CDN. Manche Anbieter (etwa Cloudflare oder moderne WordPress-Hoster) wandeln Ihre Bilder beim Laden automatisch in WebP um. Dann müssen Sie selbst nichts tun.
- Manuell umwandeln. Nutzen Sie ein kostenloses Tool wie squoosh.app: Ziehen Sie Ihr JPG hinein, wählen Sie 'convert to WebP', laden Sie das Ergebnis herunter und auf Ihre Website hoch. Das funktioniert gut für 5-10 Bilder, ist aber für Hunderte weniger praktisch.
Wie prüfen Sie, ob Ihre Website es schon nutzt?
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Bild auf Ihrer Website, wählen Sie 'In neuem Tab öffnen' und schauen Sie sich die URL oben an. Endet sie auf .webp oder .avif? Dann nutzen Sie bereits moderne Formate. Endet sie auf .jpg oder .png? Dann ist hier noch etwas herauszuholen.